Radboud University
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Leoni, Studentin Mathematik

Leoni, studiert Mathematik an der Radboud University

Von der Radboud University habe ich zum ersten mal auf einem Plakat an unserer Schule gelesen. In meinem letzten Schuljahr hat es immer mehr meine Aufmerksamkeit erregt, deshalb bin ich zum Tag der offenen Tür nach Nimwegen gefahren. Schlussendlich war meine Studienwahl an der Radboud eine Bauchentscheidung, die ich aber nicht bereut habe. Die naturwissenschaftlichen Studiengänge hier haben einen unglaublich guten Ruf und gerade Mathematik lässt einem auch nach dem Studium die Möglichkeit seinen ganz eigenen Weg einzuschlagen.

Der Vorteil an einem kleinen Studiengang wie Mathematik ist für mich besonders die persönliche Atmosphäre. Man arbeitet in kleinen Gruppen an Aufgaben und ich kenne nicht nur meinen eigenen Jahrgang, sondern auch die Älteren und kann darüber hinaus jederzeit Fragen an den Dozenten selbst stellen. Auch die neue Sprache war für mich überhaupt kein Problem. Persönlich hatte ich zwar keinerlei Vorkenntnisse im Niederländischen, konnte jedoch durch den Intensivkurs von Anfang an alle Vorlesungen verstehen. Es hat mir auch sehr geholfen in Nimwegen selbst zu wohnen. Mit Hilfe der Facebook-Gruppen, auf denen WGs und Vermieter gleichermaßen Zimmer anbieten, und nach einigen Kennenlernabenden habe ich mein neues Zuhause in einem ehemaligen Kloster gefunden. Das Gebäude hat viel Charme und mein Zimmer ist super gemütlich!

Mein Lieblingsort in ganz Nimwegen ist trotzdem das Universitäre Sportcentrum. Ist man einmal eingeschrieben, hat man einfach unvorstellbar viele Möglichkeiten einen Ausgleich zum Studium zu finden. Ich, zum Beispiel, bin ein Basketballfanatiker! Im nächsten Jahr will ich mit ein paar Freunden ein eigenes Team bei der Basketballstudentenvereinigung Trajanum gründen.

Christian, Student Mathematik

"Dass ich Mathematik studieren wollte, hatte ich schon damals in der Grundschule gesagt und irgendwie ist dieser Gedanke fest im Hinterkopf geblieben, denn nun bin ich Mathematikstudent an der Radboud University in Nijmegen. Warum gerade da?! Da ich aus der Gegend von Nijmegen komme, lag dieser Studienort nahe. In der elften Klasse habe ich daher den Tag der offenen Tür besucht und war direkt begeistert. Dort bekam ich nicht nur Informationen über die Uni und den Campus, sondern auch eine Einsicht in den Umgang mit den Dozenten und der Umgang mit der Mathematik selbst. Die Beispiele, die dort angegeben wurden, konnte ich anschließend „am eigenen Leibe" erfahren und gebe sie nur zu gerne weiter: Die Dozenten sind „sehr nah bei den Studenten", da die Anzahl der Mathematikstudenten hier doch sehr begrenzt ist. Wir haben in meinem Jahrgang mit ca. 50 Leuten angefangen und sind jetzt noch ca. 35. Dass dann die Verbindung zu den Dozenten dadurch besser ist, als bei 500 oder mehr Studenten, ist einzusehen. Wenn man Fragen hat, kann man einfach bei dem jeweiligen Dozenten des Faches anklopfen und seine Frage stellen. Dadurch wird die Atmosphäre hier sehr, man kann fast sagen, familiär.

Der einzige Deutsche in meinem Jahrgang, das bin ich. Dass immer mal wieder Witze gemacht werden ist ganz natürlich, aber auch wenn es um Dinge geht, wie Hausaufgaben und Verständnisfragen, sind die Mitstudenten genau  wie die Dozenten in der Nähe und gerne bereit, Hilfestellung zu leisten.

Das mit der Sprache war für mich selbst nicht so sehr das Problem, da ich schon in der Schule Niederländisch hatte. Trotzdem war der Unterschied zum gesprochenen Niederländisch immer noch recht groß. In der Schule lernte ich Wegbeschreibungen und Textanalysen, doch hier merkte ich: Wo es wirklich drauf ankommt, das ist der Sprachgebrauch in einem natürlichen Umfeld. Es ist klar, dass man am Anfang Fehler macht beim Sprechen und natürlich wird man als Deutscher direkt identifiziert und auch korrigiert, doch das sollte man als Chance sehen, um sich selbst zu verbessern und Kontakt zu anderen aufnehmen zu können. Meine Mitstudenten haben versucht, mich so gut wie möglich zu unterstützen, sodass ich schnell in der neuen Umgebung, in dem neuen Land, mit der neuen Sprache zurechtkommen konnte.

Eines habe ich definitiv in meiner Zeit als Mathematikstudent gelernt: Die Schulmathematik ist KOMPLETT anders als die Mathematik an der Uni hier in Nijmegen. Während in der Schule nur Fakten gelehrt werden („Das mit der Kettenregel beim Differenzieren von Funktionen ist so."), wird während des Studiums gefragt: „Warum ist das so?". Diese Frage ist nicht kurz zu beantworten, aber wer Interesse daran hat und Mathe hier in Nijmegen studieren möchte, wird ganz sicherlich die Antwort bekommen, und das nicht nur in einer Dimension, sondern in mehreren. Was mich einfach begeistert an dem Studium Mathematik, ist dass man nie auslernt. Wenn man meint, man wüsste schon viel, dann hat man sich getäuscht. Jeden Tag lernt man immer wieder etwas Neues dazu und das macht den Reiz der Mathematik aus, denn es gibt noch so viel zu entdecken und ungelöste Fragen und Probleme aufzulösen."