Radboud University
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Jan Pille, Student Science (früher Allgemeine Naturwissenschaften genannt)

Wie bist du auf die Radboud University Nimwegen gekommen und was macht sie so besonders?

Als mich nach Universitäten umgeschaut habe, hatte ich erst nur zwei Kriterien: Sie sollte im Ausland liegen, und es sollte ein möglichst viele Naturwissenschaften umfassender Studiengang angeboten werden. Ich war bereits bei der Universität Twente auf einem Tag der offenen Tür und fand die niederländischen Universität im Allgemeinen sehr gut. Die Entfernung, von Münster aus, zu den meisten niederländischen Städten war außerdem noch gering genug, um gelegentlich meine Familie besuchen zu können. An der Radboud University in Nimwegen habe ich dann aber meinen Wunschstudiengang gefunden: Naturwissenschaften, ein breiter Studiengang, der Biologie, Chemie und Physik umfasst, später aber trotzdem Spezialisierung zulässt.

Was gefällt dir an Nimwegen als Studentenstadt?

Dass Nimwegen wirklich eine Studentenstadt ist! Donnerstags ist die Stadt und sind die dortigen Cafés und Klubs beinahe nur mit Studenten gefüllt. Gleichzeitig herrscht in Nimwegen kein Großstadtfeeling, welches ich nicht angenehm finde. Außerdem gefallen mir die vielen verschiedenen Sportmannschaften- und Vereinigungen mit jeder erdenklichen Sportart.

Wie kam es dazu, dass du dich für den Studiengang an der Radboud University Nimwegen entschieden hast?

Wie schon bereits erwähnt, wollte ich einen Studiengang, der möglichst viel der Disziplinen Biologie, Chemie und Physik verbindet. So muss ich mich erst im dritten Studienjahr auf eine Zweifächer-Kombination festlegen und habe selbst damit noch alle Möglichkeiten, mich mit dem Master in viele

Wie und wo hast du dich über die Studienmöglichkeit informiert?

Ich habe mich übers Internet und über den Austausch mit anderen Personen, die auch in den Niederlanden studieren, informiert. Ich habe dies während meiner Zivi-Zeit in Indien getan.

Wie waren deine ersten Erfahrungen und Eindrücke?

Für meinen Studiengang musste ich Niederländisch lernen. Da ich keine Zeit für einen von der Uni angebotenen Sprachkurs hatte, habe ich es mir selbst beigebracht. Dementsprechend holperig und unvollständig war mein Niederländisch zu Beginn. Ich war aber sehr überrascht, wie schnell sich dieses verbessert hat, als ich erst einmal in Nimwegen angekommen war und in der Einführungswoche meine Kommilitonen kennenlernte. Danach hatte ich bereits keine Probleme mehr die Dozenten zu verstehen.Wissenschaftliches Schreiben war und ist zwar noch nicht einfach, verbessert sich aber auch schneller als gedacht.

Die Menschen hier sind offen und freundlich, ich finde es leichter hier ins Gespräch zu kommen als in Deutschland.

Worin siehst du die Vorteile deines Studiums in den Niederlanden?

Für mich hat ein Studium hier viele Vorteile: als erstes lerne ich natürlich eine neue Sprache, was immer nützlich ist. Außerdem sehen sich die Universitäten hier als Dienstleister; man bezahlt etwas mehr Studiengebühren als in Deutschland, dafür ist die Studienbegleitung gut, die Kurse klein (mein ganzer Studiengang umfasst nur 14 Leute), die technische Ausstattung und die Gebäude sind auf einem hohen Standard, und viele Regelungen, die Fächer, Auslandsaufenthalt etc. betreffen, werden - den Bedürfnissen der Studenten gerecht - auch mal flexibler gehandhabt. Zum Schluss gefällt mir Holland einfach ;-)

Welche positiven und negativen Erfahrungen hast du bisher mit dem Studium gemacht?

Positiv und negativ zugleich ist der etwas schulische Aufbau des Studiums; festgelegter Lehrplan und häufige(re) Prüfungen. Es ist deshalb positiv, weil man "gezwungen" wird auf der Höhe des Stoffes zu bleiben und deshalb schnell und effektiv lernt. Negativ deshalb, weil das freie Lernen und selbständige Planen zu Teilen unter den Tisch fällt.

Diese negativen Aspekte werden aber wettgemacht durch Praktika, die, mittlerweile, eine höhere Selbstständigkeit fordern und vermitteln. Viel Wert wird in meinem Studiengang außerdem auf Wissenschaftskommunikation und Präsentation gelegt, was ich sehr wichtig und nützlich finde. Außerdem gibt es dennoch Möglichkeiten, schon während des Bachelors wirklich wissenschaftlich zu arbeiten, z.B. durch das Honours Programm.

Kommentar 2015: nach einem Studienaufenthalt in Schweden hat Jan an der Radboud Universiteit mit einem Promotionsprojekt bei Prof. J. van Hest angefangen.