Radboud University
Suche.......

Geschichte

Gründung

Die Radboud University wurde im Jahr 1923 als Katholische Universität Nimwegen gegründet. Damals zählte die Universität 27 Dozenten und 189 Studierende. Heute sind es mehr als 460 Dozent:innen und ungefähr 21.000 Studierende.

Diese Universität ist eigentlich die zweite Universität in Nimwegen, denn schon im Jahr 1655 wurde die erste Universität in Nimwegen eröffnet, die „IIlustere Academie", deren Geschichte jedoch nicht positiv verlief. Durch eine Pestepidemie im Jahr 1665 und dem Einfallen der Franzosen in Nimwegen im Jahr 1672 stand die erste Universität von Nimwegen von der Gründung an unter einem schlechten Stern. Im Jahr 1679 verließ auch der letzte Professor Gerard Noodt die Universität, da kein Geld mehr vorhanden war. Die Gründung der heutigen Universität initiierte die Anfang des 19. Jahrhunderts gegründete Radboud Stiftung, da auch der katholische Teil der Niederlande eine eigene Universität wollte. Katholiken hatten zu diesem Zeitpunkt etwas nachzuholen: es gab kaum Katholiken in höheren Verwaltungspositionen. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Universität daher von der Radboud Stiftung finanziert, die das Geld durch Kollekten zusammentrug.

Zweiter Weltkrieg

Nach einem heftigen Konkurrenzkampf mit Den Bosch, Tilburg, Den Haag und Maastricht wurde im Jahr 1923 beschlossen die Katholische Universität in Nimwegen zu errichten. Die ersten Jahre verliefen ruhig, aber der Zweite Weltkrieg traf die Universität schwer. Sie verlor bekannte Persönlichkeiten, wie Robert Regout, Dozent Völkerrecht, und Titus Bandsma, Dozent Geschichte, Philosophie und Mystik sowie Verfechter der freien Presse. Sie wurden wegen Widerstandshandlungen verhaftet und starben im Konzentrationslager in Dachau. Im Jahr 1943 weigerte sich der Rektor Hermesdorf, die von den Deutschen geforderte Loyalitätserklärung den Studierenden vorzulegen. Der versehentlichen Bombardierung der Stadt Nimwegen am 22. Februar 1944 fielen auch viele Gebäude der Universität zum Opfer.

50er bis 80er Jahre

Im März 1945 wurde die Lehre an der Universität wieder aufgenommen und die Blütezeit begann. Dozenten wie L.J. Rogier und Anton van Duinkerken, sowie später Edward Schillebeeckx, wurden zu Gallionsfiguren der Universität. Die Studentenschaft wuchs schnell, von 3000 im Jahre 1960 auf 15.000 im Jahre 1980.
Nimwegen wurde eine breite Universität mit 8 Fakultäten. Nachdem die medizinische Fakultät im Jahre 1951 auf das Landgut Heyendaal umzog, folgten im Laufe der Zeit auch die anderen Fakultäten. Seit dieser Zeit hat Nimwegen  einen echten Campus in Laufabstand zur Stadt - einzigartig in den Niederlanden!
Die Demokratisierungsbewegung in den 60er und 70er Jahren hatte auch in Nimwegen einen starken Widerhall. Es ging um Mitspracherecht der Studierenden und des wissenschaftlichen Personals, aber auch um Inhalt und Richtung des Studiums. Es war eine Zeit der Demonstrationen und Verhandlungen und schließlich auch der Veränderungen.

Neugestaltung

Zu Beginn der 80er-Jahre kam die Universität in ruhigeres Fahrwasser und konzentrierte sich auf Reformierung der Lehre und der Forschung. Es wurde viel auf dem Campus verändert und gebaut, um sowohl Lehre als auch Forschung auf hohem Niveau zu halten.
Ende der 90er Jahre gab es einen Bau-Boom. Einer der vier stärksten Magneten der Erde wurde in Nimwegen installiert. Außerdem kam u.a. ein modernes Sportzentrum, ein neues Gebäude für die Naturwissenschaften und ein Turm mit Laboratorien in dem Molekulare-Lebenswissenschaftler nach den Ursachen von Krankheiten forschen.
In einem neuen Nano-Laboratorium forschen heutzutage Physiker und Chemiker vom Institute for Molecules and Materials.

Im Jahr 2004 änderte die Universität ihren Namen in Radboud Universiteit Nijmegen. Mit diesem Namen will sie die strategische Zusammenarbeit mit dem Universitätskrankenhaus St. Radboud hervorheben und vertiefen. Der neue Name ist außerdem eine Ehrbezeugung an die Radboud Stiftung. Die Zielsetzung von 1905 ist erfüllt. Auch wenn die Emanzipation von der katholischen Kirche schon lange Fakt ist, fühlt sich die Universität noch immer mit der katholischen Gemeinschaft verbunden. Die neue Zielsetzung der Universität ist es, sowohl in Forschung als auch in Lehre zu den besten Universitäten Europas zu werden. Gemessen an der Qualität von Lehre und Forschung ist sie dabei auf dem besten Weg.

Seit 2014 tritt die Universität im internationalen Kontext unter dem Namen "Radboud University" auf, um auch das Interesse ausländischer Studierenden zu wecken. Inzwischen studieren über 2500 Studierende aus alle Welt entweder regulär oder als Austauschstudierende an der Radboud University.


Huize Heyendael

Akademische Tradition

Das Kloster Soeterbeeck

Das Huygensgebäude